J 0027/92 (Speichersystem) of 20.05.1994
- European Case Law Identifier
- ECLI:EP:BA:1994:J002792.19940520
- Date of decision
- 20 May 1994
- Case number
- J 0027/92
- Petition for review of
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- Application number
- 89913194.0
- IPC class
- G06F 13/10
- Language of proceedings
- English
- Distribution
- Published in the EPO's Official Journal (A)
- Download
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- Other decisions for this case
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- Abstracts for this decision
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- Application title
- Control for a rotating media storage system
- Applicant name
- Maxtor
- Opponent name
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- Board
- 3.1.01
- Headnote
1. Der Vertrauensschutz, der das Verhältnis zwischen EPA und Anmelder beherrscht, gilt auch gegenüber freiwilligen Serviceleistungen des EPA. Hat das EPA dem Anmelder unaufgefordert eine objektiv irreführende Auskunft erteilt und ihn damit unmittelbar zu einer bestimmten Handlung veranlaßt, so darf ihm daraus kein Nachteil erwachsen. Diese Grundsätze gelten nicht nur für schriftliche, sondern auch für mündliche Mitteilungen des EPA (Nrn. 3.1 bis 3.3 der Entscheidungsgründe).
2.Die Regel 85b EPÜ hat keinen Vorrang vor der Anwendung des Artikels 9 (1) Satz 4 GebO (im Anschluß an J 11/85, ABl. EPA 1986, 1; siehe Nrn. 4.1 und 4.2 der Entscheidungsgründe).
3. Der Begriff "geringfügiger Fehlbetrag" in Artikel 9 (1) Satz 4 GebO kann billigerweise als fester Prozentsatz der jeweils zu entrichtenden Gebühren definiert werden. Höchstens 20 % der Gebühr können als geringfügig im Sinne dieser Bestimmung betrachtet werden (siehe Nr. 5.6 der Entscheidungsgründe im Anschluß an T 290/90, ABl. EPA 1992, 368; in Abgrenzung gegen T 905/90, ABl. EPA 1994, 306).
- Relevant legal provisions
- European Patent Convention Art 113(1) 1973European Patent Convention Art 114(1) 1973European Patent Convention R 85b 1973RFees_Art_009(1)_Sent_4
- Keywords
- Vertrauensschutz - freiwillige Serviceleistungen des EPA - mündliche Mitteilungen des EPA - geringfügiger Fehlbetrag
- Catchword
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ENTSCHEIDUNGSFORMEL
Aus diesen Gründen wird entschieden:
1. Die Entscheidung der Eingangsstelle vom 20. Februar 1992 wird aufgehoben.
2. Die Rückzahlung der Zuschlags- und der Beschwerdegebühr wird angeordnet.