European Patent Office

R 0010/20 (Antrag auf Überprüfung) du 25.09.2023

Identifiant européen de la jurisprudence
ECLI:EP:BA:2023:R001020.20230925
Date de la décision
25 septembre 2023
Numéro de l'affaire
R 0010/20
Requête en révision de
T 2319/14 2020-02-18
Numéro de la demande
09011636.9
Classe de la CIB
C07C 201/08C07C 205/06
Langue de la procédure
Allemand
Distribution
Non distribuées (D)
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Décision en allemand
Versions JO
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Autres décisions pour cet affaire
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Résumés pour cette décision
Résumé de EPC2000 Art 112a(2)(c)
Titre de la demande
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Nitrobenzol
Nom du demandeur
Covestro Deutschland AG
Nom de l'opposant
Josef Meissner GmbH & Co. KG
Chambre
-
Sommaire
-
Mots-clés
Regel 104 abschließende Regelung im Hinblick auf Art. 112a(2)d) (ja)
Überprüfungsantrag teils offensichtlich unzulässig mangels Rüge
Überprüfungsantrag im Übrigen offensichtlich unbegründet mangels Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör
Exergue
Artikel 113(1) EPÜ verlangt, dass die Kammer Vorbringen eines Beteiligten in der Sache berücksichtigt hat, d.h.
- erstens, dass sie das Vorbringen eines Beteiligten zur Kenntnis genommen und
- zweitens dieses Vorbringen erwogen hat, d.h. geprüft hat, ob es relevant und ggf. richtig ist.
Es wird vermutet, dass eine Kammer das Vorbringen eines Beteiligten in der Sache berücksichtigt hat, welches sie in den Entscheidungsgründen nicht behandelt hat. Denn dann ist anzunehmen, dass es aus ihrer Sicht nicht relevant war. Diese Vermutung kann widerlegt sein, wenn Anzeichen für eine Nicht-Berücksichtigung vorliegen, z.B. wenn eine Kammer in den Entscheidungsgründen das Vorbringen eines Beteiligten nicht behandelt, welches objektiv betrachtet entscheidend für den Ausgang des Falles ist, oder derartiges Vorbringen von der Hand weist, ohne es zuvor auf seine Richtigkeit zu überprüfen.
(Siehe Nr. 3.2.1.1; Weiterführung von R 8/15, R 10/18 und R 6/20)
Der Charakter eines Vorbringens als objektiv betrachtet entscheidend für den Ausgang des Falles muss sich aufdrängen. Das folgt daraus, dass das Überprüfungsverfahren nach Artikel 112a EPÜ grundsätzlich nicht der Überprüfung des materiellen Rechts dient, weswegen Ausnahmen von diesem Grundsatz nur unter strengen Voraussetzungen zuzulassen sind.
(Siehe Nr. 3.2.1.2)
Affaires citées
R 0008/15R 0010/18

Entscheidungsformel

Aus diesen Gründen wird entschieden:

Der Antrag auf Überprüfung wird einstimmig als teils offensichtlich unzulässig und im Übrigen als offensichtlich unbegründet verworfen.