European Patent Office

J 0011/94 (Vortrag durch nicht zugelassenen Vertreter) vom 17.11.1994

Europäischer Rechtsprechungsidentifikator
ECLI:EP:BA:1994:J001194.19941117
Datum der Entscheidung
17. November 1994
Aktenzeichen
J 0011/94
Antrag auf Überprüfung von
-
Anmeldenummer
92118493.3
IPC-Klasse
E05D 15/526
Verfahrenssprache
Deutsch
Verteilung
Im Amtsblatt des EPA veröffentlicht (A)
Amtsblattfassungen
Weitere Entscheidungen für diese Akte
-
Zusammenfassungen für diese Entscheidung
-
Bezeichnung der Anmeldung
Bedienungssperre für Betätigungsgestänge
Name des Antragstellers
W. HAUTAU GMBH
Name des Einsprechenden
-
Kammer
3.1.01
Leitsatz

I. Der Großen Beschwerdekammer werden folgende Rechtsfragen vorgelegt:

1. Steht es im Ermessen einer Beschwerdekammer, einer Person, die nicht nach Artikel 134(1) und (7) EPÜ berechtigt ist, Beteiligte im Verfahren vor dem EPA zu vertreten, in einer mündlichen Verhandlung in Ergänzung des Vortrags des zugelassenen Vertreters Ausführungen zu gestatten?

2. Wird die Frage zu 1) bejaht:

(a) Welche Kriterien sind bei der Ausübung des Ermessens zu berücksichtigen?

(b) Gelten Besonderheiten für ehemalige Mitglieder der Beschwerdekammern?

II. Verfahrenserklärungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Eindeutigkeit. Mehrdeutige Verfahrenserklärungen sind unwirksam.

Schlagwörter
Vortrag eines nicht zugelassenen Vertreters in mündlicher Verhandlung
Ehemalige Kammermitglieder als Vertreter
Wirksamkeit mehrdeutiger Verfahrenserklärungen: Eindeutigkeit verneint
Orientierungssatz
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

Der Großen Beschwerdekammer werden folgende Rechtsfragen vorgelegt:

1. Steht es im Ermessen einer Beschwerdekammer, einer Person, die nicht nach Artikel 134 (1) und (7) EPÜ berechtigt ist, Beteiligte im Verfahren vor dem EPA zu vertreten, in einer mündlichen Verhandlung in Ergänzung des Vortrags des zugelassenen Vertreters Ausführungen zu gestatten?

2. Wird die Frage zu 1) bejaht:

(a) Welche Kriterien sind bei der Ausübung des Ermessens zu berücksichtigen?

(b) Gelten Besonderheiten für ehemalige Mitglieder der Beschwerdekammern?