European Patent Office

T 0014/89 (Mängel eines Wiedereinsetzungsantrags) du 12.06.1989

Identifiant européen de la jurisprudence
ECLI:EP:BA:1989:T001489.19890612
Date de la décision
12 juin 1989
Numéro de l'affaire
T 0014/89
Requête en révision de
-
Numéro de la demande
81106253.8
Classe de la CIB
B01J 20/34
Langue de la procédure
Allemand
Distribution
Publiées au Journal officiel de l'OEB (A)
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Décision en allemand
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Résumés pour cette décision
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Titre de la demande
-
Nom du demandeur
Uhde
Nom de l'opposant
Schenck AG
Chambre
3.3.02
Sommaire

1. Der Grundsatz des guten Glaubens, der das Verfahren zwischen EPA und den Beteiligten beherrscht (im Anschluß an J 3/87, ABl. EPA 1989, 3 und J 2/87, ABl. EPA 1988, 330), erfordert es, den Antragsteller auf offensichtliche leicht behebbare Mängel seines Wiedereinsetzungsantrages (hier: Glaubhaftmachung und Zahlung der Gebühr) hinzuweisen, wenn die Beseitigung der Mängel noch innerhalb der Zwei-Monats-Wiedereinsetzungsfrist des Artikels 122 (2) EPÜ erwartet werden kann.

2. Wird ein solcher Aufklärungshinweis innerhalb der Zwei_Monats-Wiedereinsetzungsfrist des Artikels 122 (2) EPÜ unterlassen, ist er mit Fristsetzung nachzuholen. Handlungen, deren Mängel innerhalb dieser gesetzten Frist beseitigt werden, gelten als rechtzeitig im Sinne des Artikels 122 (2) EPÜ erfolgt.

Mots-clés
Wiedereinsetzung - Zulässigkeit
Wiedereinsetzung - Fehlen von Gebühr und Glaubhaftmachung
Mängel des Antrags - offensichtlich leicht behebbar
Aufklärungshinweis innerhalb der Frist des Artikels 122(2) EPÜ
Exergue
-
Affaires citées
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

1. Der Patentinhaberin wird Wiedereinsetzung in die versäumte Frist zur Einreichung der Ubersetzungen der Patentansprüche gewährt.

2. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.

3. Die Sache wird zur Fortsetzung des Verfahrens an die erste Instanz zurückverwiesen.