European Patent Office

T 0013/84 (Neuformulierung der Aufgabe) vom 15.05.1986

Europäischer Rechtsprechungsidentifikator
ECLI:EP:BA:1986:T001384.19860515
Datum der Entscheidung
15. Mai 1986
Aktenzeichen
T 0013/84
Antrag auf Überprüfung von
-
Anmeldenummer
80301953.8
IPC-Klasse
H02M 7/04
Verfahrenssprache
Englisch
Verteilung
Im Amtsblatt des EPA veröffentlicht (A)
Download
-
Amtsblattfassungen
Weitere Entscheidungen für diese Akte
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Zusammenfassungen für diese Entscheidung
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Bezeichnung der Anmeldung
-
Name des Antragstellers
Sperry
Name des Einsprechenden
-
Kammer
3.5.01
Leitsatz

1. Die Art der durch die Erfindung gelösten technischen Aufgabe ist anhand objektiv festgestellter Sachverhalte zu bestimmen, die sich insbesondere aus dem im Lauf des Verfahrens ermittelten Stand der Technik ergeben, der sich von dem dem Anmelder zum Zeitpunkt der Patentanmeldung bekannten unterscheiden kann. Eine dadurch bedingte Neuformulierung der Aufgabe wird durch Artikel 123(2) EPÜ nicht ausgeschlossen, wenn die Aufgabe vom Fachmann unter Berücksichtigung des der Erfindung nächstliegenden Stands der Technik aus der Anmeldung in der eingereichten Fassung abgeleitet werden kann.

2. Bei Verwendung der zweiteiligen Anspruchsform ist die Vorrichtung oder das Verfahren, das den der Erfindung nächstliegenden Stand der Technik bildet, entsprechend Regel 29(1)(a) EPÜ in den Oberbegriff des Anspruchs aufzunehmen, in dem die Merkmale bezeichnet werden müssen, die zur Festlegung des beanspruchten Gegenstands der Erfindung notwendig sind, jedoch in Verbindung miteinander zum Stand der Technik gehören.

Schlagwörter
Oberbegriff eines Anspruchs zugrundezulegender Stand der Technik
Orientierungssatz
-
Zitierte Akten
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Die Entscheidung der Prüfungsabteilung vom 25.8.1983 wird hiermit wie folgt geändert: Die europäische Patentanmeldung wird nicht gemäß Artikel 97 (1) EPÜ aus den in der obengenannten Entscheidung dargelegten Gründen zurückgewiesen, sofern die Anmelderin innerhalb der von der Prüfungsabteilung gesetzten Fristen Änderungen zu der Anmeldung vorlegt, die nach Ansicht der Prüfungsabteilung die Einwände in Teil II der genannten Entscheidung ausräumen und auch sonst den Feststellungen der Kammer entsprechen.

2. Die Angelegenheit wird zur weiteren Entscheidung an die Prüfungsabteilung zurückverwiesen.