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Fallstudien zum Technologietransfer

Technology transfer case studies representative image

Die Fallstudien zum Technologietransfer veranschaulichen, wie Patente den Technologietransfer von Unternehmen mit F&E-Aktivitäten erleichtern und den Markterfolg fördern. Die Beispiele decken eine Reihe von Branchen, Ländern und Arten von Technologietransfer ab. Jede Fallstudie liefert wichtige Erkenntnisse für Stakeholder in Universitäten, anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Zusammen zeigen sie, welche Bedeutung Patente haben, wenn es um den Technologietransfer an Start-ups, Spin-offs und etablierte Unternehmen geht.

Fallstudien

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Lightyear (nachhaltiger Transport – Niederlande) - NEU

Von Solarfahrzeugen zu Technologie-Lizenzierung

  • Der frühzeitige Aufbau und die Wahrung der Kontrolle über ein starkes IP-Portfolio stärkt Erfinder und fördert eine Innovationskultur, die dazu beiträgt, Investoren anzuziehen und die Marktposition zu sichern.
  • Bei der Zusammenarbeit mit Partnern in der Industrie ist es wichtig, klare Vereinbarungen über die Eigentumsrechte an bereits bestehenden und neu entstehenden geistigen Eigentumsrechten zu treffen, um eine harmonische Zusammenarbeit zu gewährleisten und Kerntechnologien zu schützen.
  • Die Ausrichtung der IP-Strategie auf die Bedürfnisse der Anleger, einschließlich einer umsichtigen Nutzung von IP-Verbriefung, kann die Kapitalbeschaffung erleichtern und gleichzeitig Komplikationen bei der zukünftigen Finanzierung oder Umstrukturierung vermeiden.
  • Der Aufbau eines robusten IP-Portfolios trägt zur Zukunftssicherung des Unternehmens bei, da es hilfreich bei geschäftlichen Umstrukturierungen, Anpassungen an den Markt und Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten ist.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Sustainable transportNiederlandeSolardachtechnologie und energieeffiziente FahrzeugkomponentenUniversitäre Ausgründung, Technologie-Lizenzierung

 

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Mit dem Ziel, ein revolutionäres solarbetriebenes Elektrofahrzeug zu entwickeln, gründete ein Team der Technical University in Eindhoven im Jahr 2016 das Unternehmen Lightyear. Nachdem das Unternehmen seine Fachkenntnisse durch mehrere Siege bei der World Solar Challenge ausbauen konnte und sich frühzeitig auf den Aufbau eines soliden Patentportfolios konzentriert hatte, weckte es das Interesse von Investoren und nahm 2022 die Produktion auf. Trotz drohender Insolvenz ermöglichte seine IP-Strategie eine Umorientierung hin zu einem führenden Anbieter von Solardachmodulen und Ladesystemen.

 

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FallstudieLightyear (EN)
Arevo (nachhaltige Landwirtschaft – Schweden) - NEU

Förderung von Innovationen – wie eine robuste IP-Strategie Investitionen anzieht

  • Die frühzeitige Einbeziehung eines Patentanwalts mit geschäftlicher Erfahrung kann für die Produktentwicklung und das Wachstum des Unternehmens von entscheidender Bedeutung sein.
  • Ein technologieorientiertes Start-up-Unternehmen benötigt mehr als starken Patentschutz. Es benötigt eine IP-Strategie, die jeder Patentfamilie eine klare wertschöpfende Rolle zuweist.
  • Deep-Tech-Investoren erwarten von Unternehmen, dass sie über fundierte Kenntnisse ihrer Schutzrechte verfügen und die Kontrolle darüber behalten sowie in vielen Fällen Fachwissen in der Bewertung von IP-Rechten und -Strategien mitbringen.
  • Anleger beurteilen, wie lange ein Deep-Tech-Unternehmen seinen Wettbewerbsvorteil behalten kann, indem sie seine Technologieplattform und das künftige Potenzial seines IP-Portfolios und seiner IP-Strategie analysieren.

Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Nachhaltige LandwirtschaftSchwedenDüngemittel und Biostimulanzien auf ArgininbasisUniversitäre Ausgründung

 

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Das schwedische Start-up-Unternehmen Arevo wurde 2015 von Professor Torgny Näsholm gegründet. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte das Unternehmen nachhaltige Pflanzenernährung für die Forstwirtschaft. Nach fast einem Jahrzehnt in der Forstwirtschaft strebte Arevo den Einstieg in den Agrarsektor an, benötigte dafür jedoch Investitionen. Die enge Zusammenarbeit mit Anlegern erwies sich als unschätzbar wertvoll und ermöglichte es dem Unternehmen, seine IP-Strategie zu verfeinern, Investoren zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln, Fachpersonal einzustellen und erfolgreich neue Märkte zu erschließen.

 

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FallstudieArevo (EN)
OncoQR (Biotechnologie - Österreich)

Booster für die Immunantwort zum Kampf gegen Krebs 

  • Das Ende eines F&E-Projekts oder eines unternehmerischen Vorhabens muss nicht das Ende der betreffenden Technologie bedeuten, solange die Hauptakteure sich weiter engagieren und die Kontrolle über die IP-Rechte behalten.
  • Lizenzvereinbarungen, die verschiedene Zahlungsarten kombinieren, können ein "Portfolio kommerzieller Möglichkeiten" schützen und den Wert der Technologie für die Beteiligten maximieren.
  • Ein System, in dem Lizenzvereinbarungen das Recht beinhalten, Verbesserungen anderer Lizenznehmer zu nutzen, ist eine hervorragende Möglichkeit, den Wert einer Plattformtechnologie kontinuierlich zu steigern und Verhandlungen langfristig zu vereinfachen.
  • Ein breiterer Schutz der Plattform durch eine Kombination aus Patenten und Betriebsgeheimnissen kann einen besseren Schutz gegen Patentverletzungen bieten und verlängert außerdem die Schutzdauer.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
BiotechnologieÖsterreichImmunologische ImpfstoffeTechnologielizenzierung

 

Laboratory worker handling samples using a mask and gloves

Zwei Wissenschaftler und Unternehmer haben eine Technologieplattform für immunologische Impfstoffe entwickelt, die die Behandlung von Allergien und Krebs ermöglicht. Auf der Grundlage eines starken Patentportfolios haben sie OncoQR und mehrere weitere Start-ups für Produktentwicklung und Technologievermarktung gegründet. Dabei waren die IP-Rechte essenziell, um Investoren anzuziehen und frühzeitig Lizenzeinnahmen zu generieren, um die in der Biotechnologie übliche lange Zeitspanne bis zur Marktreife zu finanzieren.

 

OncoMark (Biotechnologie - Irland)

Smartere Prognosetests für Brustkrebs im Frühstadium 

  • Für universitäre Erfindungen kann die Lizenzierung einer patentierten Technologie an ein Spin-out helfen, den Technologie-Reifegrad und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Markteinführung zu erhöhen.
  • Forschungsbeihilfen können mehr Zeit und Flexibilität verschaffen, um Technologien zu entwickeln und Zusammenarbeit zu nutzen, und gleichzeitig die frühzeitige Verwässerung von Eigenkapital im Spin-out zu verhindern.
  • Ein starker Patentschutz ist ein wesentliches Plus, das einem Spin-out im Bereich Life Science hilft, anfängliche Investoren anzuziehen.
  • Die Ernennung eines kommerziell erfahrenen CEO mit einschlägiger fachlicher Erfahrung kann entscheidend für die Fähigkeit des Unternehmens sein, Investoren zu gewinnen und die Produktentwicklung voranzutreiben. 
Technisches GebietLandMain productTechnologietransfer-Modell
BiotechnologieIrlandDiagnosetestsUniversitäre Ausgründung
Unternehmenskauf

 

Worker using laboratory equipment.

Durch die Zusammenarbeit von zwei irischen Professoren wurde ein neuer Multiparameter-Prognosetest für Brustkrebs im Frühstadium entwickelt, der Klinikärzten hilft, zuverlässig die besten Behandlungsoptionen zu ermitteln. OncoMark hat die patentierte Technologie einlizenziert und danach den Test entwickelt und validiert, was zum Kauf des Unternehmens durch eine große Pharmafirma geführt hat.

 

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Fallstudie zum TechnologietransfertOncoMark
Review articleCreating IP for impact: Three EPO case studies (EN)
Oxeon (technical textiles – Sweden)

Textilien für Extrembedingungen

  • Die Kombination aus privatwirtschaftlichen Mechanismen und informeller universitärer Unterstützung kann eine wertvolle öffentlich-private Partnerschaft ergeben, die effektiven und effizienten Technologietransfer ermöglicht.
  • Die Erschließung von Nischenmärkten für Vertriebsaufbau und Markenbekanntheit hilft beim Einstieg in größere Märkte, die schwerer zugänglich sind.
  • Die Einbeziehung von Top-Management sowie Erfinderinnen und Erfindern in den Aufbau von Patentportfolios ist entscheidend für die strategische Relevanz des Patentschutzes.
  • Noch mehr Patente entlang der Wertschöpfungskette und der Schutz von Anwendungen einer verbrauchermarktnahen Technologie weiten den Umfang des Patentschutzes aus und helfen beim Aufbau einer starken Kontrollposition.

 

Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Technische TextilienSchwedenSpread-tow- Verstärkungen für verschiedene AnwendungsbereicheÖffentlich-private Partnerschaft; universitäres Spin-off

 

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Ein neues Webverfahren unter Verwendung von Verbundmaterial lag dem Ursprung des schwedischen Start-ups Oxeon zugrunde. IP-Rechte zum Schutz der Technologie trugen dazu bei, private Investitionen anzuziehen. Oxeon wurde außerdem vom Zentrum für Unternehmertum der Chalmers University of Technology unterstützt. Diese Kombination aus Privatwirtschaft und öffentlicher Innovationsförderung ermöglichte die Kommerzialisierung innovativer Textilien im Sport-, Industrie- und Luftfahrtbereich ebenso wie die Lizenzierung der Webereitechnologie.

 

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Fallstudie zum TechnologietransferOxeon (EN)
Review articleFrom research to lift-off. Three EPO case studies (EN)
PodcastTextiles for the extreme: a technology transfer case study
Atlantic Therapeutics (medical devices – Ireland)

Verbesserung der Lebensqualität

  • In der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie gilt es, die Bedürfnisse aller Partner zu erkennen und Anreize und Kriterien zu definieren, damit das Unternehmen als Vermarktungspartner agieren kann.
  • Eine Management-Vereinbarung über die gemeinsame Inhaberschaft ist erforderlich, um die spätere Vermarktung zu erleichtern, wenn mit gemeinsamen Foreground-IP-Rechten gerechnet wird.
  • Die Vertragsstruktur sollte immer an Benchmarks ausgerichtet sein, um fair und angemessen zu sein und den Branchennormen zu entsprechen.
  • Man sollte sich frühzeitig auf wichtige Meilensteine der Entwicklung und Vermarktung einigen, die Orientierung geben und den Markterfolg erleichtern, aber bei Bedarf bereit zu Änderungen sein.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Medizinische GeräteIrlandNeuartiges Trainingsgerät zur Behandlung von StressinkontinenzTechnologietransferstelle als Vermittler für ein universitäres Spin-off
example of the Atlantic therapeutics device

Die Forschungszusammenarbeit zwischen dem University College Dublin (UCD) und Bio Medical Research (BMR) führte zur Entwicklung eines neuartigen Trainingsgeräts zur Behandlung von stressinduzierter Inkontinenz. UCD vergab die Technologie in Lizenz an die Firma BMR, die das Gerät in klinischen Studien validierte, die behördliche Zulassung erwarb und es in Europa auf den Markt brachte. BMR hat Atlantic Therapeutics als Spin-out-Unternehmen gegründet, um Investitionen für den US-Markt zu sichern. INNOVO, das Flaggschiff-Produkt, vermittelt Betroffenen eine sichere, nicht invasive und kostengünstige Behandlung von Stressinkontinenz an und verbessert so ihre Lebensqualität.

 

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Fallstudie zum TechnologietransferAtlantic Therapeutics (EN)
ArReview articleticleFrom research to lift-off. Three EPO case studies (EN)
PodcastImproving quality of life: a technology transfer case study
Dermis Pharma (medical equipment – Turkey)

Heilung von Wunden

  • Eine klar definierte IP-Politik, qualifizierte Vermarktungsexperten, die Unterstützung der Universitätsverwaltung und ein ausgedehntes Netzwerk sind entscheidende Erfolgsfaktoren für IP-basierte Spin-off-Unternehmen.
  • Spin-off-Modelle und Unternehmenspartnerschaften sind attraktive Ansätze, die von Technologietransferstellen auf breiter Ebene umgesetzt werden können.
  • Das IPscore-Tool des EPA ermöglicht es, die Vor- und Nachteile von Technologien und Forschungsprojekten zu bewerten, qualitativ zu analysieren, grafisch zu visualisieren und zu dokumentieren.
  • Die Einbeziehung eines globalen IP- und Lizenznetzwerks kann tiefere Einblicke und neue Wege für eine bessere IP-Strategie und ein IP-Management bieten, das die Kommerzialisierung erleichtert.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Medizinische GeräteTürkeiVerfahren zur Herstellung einer gewebeartigen Struktur für die Wundbehandlung, die sowohl biokompatibel als auch biologisch abbaubar istUnterstützung durch Technologietransferstellen, universitäres Spin-off, Partnerschaft mit einem großen Pharmaunternehmen

 

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Dieses Produkt zur Behandlung offener Wunden (etwa diabetischer Geschwüre) geht auf die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von vier Erfinderinnen im Labor der türkischen Ege-Universität zurück. Sie sicherten sich frühzeitig IP-Schutzrechte mithilfe der lokalen Technologietransferstelle. Die ersten Versuche zur Kommerzialisierung anhand von Lizenzen scheiterten jedoch. Durch ein spezielles Förderprogramm wurden die Erfinderinnen ermutigt, das Start-up-Unternehmen Dermis Pharma zu gründen. Dank starker Schutzrechte konnte sich das junge Unternehmen die notwendige Risikokapitalfinanzierung für kostenintensive klinische Studien und Produktentwicklung erschließen. Die mit einem großen türkischen Pharmakonzern vereinbarte Übertragung von IP-Rechten besiegelte eine Unternehmenspartnerschaft und beschleunigte den Vermarktungsprozess.

 

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Fallstudie zum TechnologietransferDermis Pharma (EN)
Review articleFrom research to lift-off. Three EPO case studies (EN)
PodcastThe determination to heal wounds: a technology transfer case study
Blubrake (road vehicles – Italy)

Sicher in die Zukunft radeln

  • Unter den richtigen Bedingungen - wie beispielsweise einer entsprechenden Fortbildung und Förderung - können talentierte Forscher und Erfinderinnen gute Führungskräfte werden.
  • Es ist wichtig für Unternehmen, die sich mit technologischem Wandel und Marktanpassung konfrontiert sehen, ihre Technologien und Schutzrechte parallel zu entwickeln. Patentschutz sollte Teil einer kontinuierlichen Strategie sein und nicht nur eine einmalige Übung.
  • Eine klar definierte Rahmenvereinbarung für die Zusammenarbeit erleichtert das Erlangen von Rechten über das geistige Eigentum, senkt die Transaktionskosten und schafft Anreize für alle Partner.
  • Schutz des geistigen Eigentums ist ein Schlüsselelement bei einer Vielzahl von Geschäftsmodellen, einschließlich offener Lösungen, und ermöglicht es, bei der Zusammenarbeit mit anderen die Kontrolle über die eigene Technologie zu behalten.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
StraßenfahrzeugeItalienAntiblockiersystem (ABS) für E-BikesStart-up-Inkubator und universitäre Ausgründung

 

Close-up of a bicycle handlebar with an integrated ABS (anti-lock braking system), highlighting advanced safety features in modern cycling technology.

Das Unternehmen Blubrake, das ein innovatives ABS für E-Bikes vertreibt, ist aus der Zusammenarbeit zwischen einem Forschungsteam der mailändischen Hochschule Politecnico di Milano und e-Novia, einem Existenzgründungsspezialisten für High-Tech-Firmen, entstanden. In einem von großen und etablierten internationalen Unternehmen dominierten Markt trugen die Patente zu besserer Marktdurchdringung und Bekanntheit bei. Erste Patentanmeldungen für kundenspezifische technische Lösungen und Designs zielten darauf ab, das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens im E-Bike-Markt zu schützen.

 

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Fallstudie zum TechnologietransferBlubrake (EN)
PodcastCycling safely into the future
Cubicure (additive manufacturing – Austria)

Neuland beim 3D-Druck

  • Für jeden Technologietransfer ist der Aufbau eines Netzwerks vertrauenswürdiger Partner von entscheidender Bedeutung. Technische Lösungen komplexer Probleme erfordern oft einen interdisziplinären Ansatz und die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ist dabei auf die Unterstützung der Industrie angewiesen.
  • Bei drittmittelfinanzierten Projekten muss das IP-Managementsystem der Technologietransferstelle die Kontrolle über die Vergabe von Nutzungsrechten sicherstellen, um die Chancen für eine breite kommerzielle Nutzung akademischer Technologien in möglichst vielen Anwendungen zu erhöhen.
  • Ein breites IP-Portfolio in Bezug auf die Anzahl der Patentfamilien, die beanspruchten Technologien und die geografische Verbreitung bildet ein Fundament für junge Start-ups und Ausgründungen, die Finanzierung und Partnerschaften suchen und Zugang zu Absatzmärkten anstreben.
  • Für einen erfolgreichen Technologietransfer sind langfristige Geschäftsbeziehungen von entscheidender Bedeutung. Um das für den Aufbau und die Pflege solcher Beziehungen nötige Vertrauen zu schaffen, ist es wichtig, die gegenseitigen Anforderungen zu verstehen, zu berücksichtigen und zu definieren.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Additive Fertigung (AM)ÖsterreichAM-Maschinen und Hochleistungspolymere für industrielle AnwendungenZusammenarbeit zwischen Industrie und universitären Ausgründungen

 

Close-up of precision equipment in a laboratory setting with a warm yellow-orange tint, highlighting advanced research or additive manufacturing processes in a controlled environment.

Dank der Entwicklung einer langfristigen Technologietransfer-Strategie mit intelligenter Verteilung der Nutzungsrechte konnte die Technische Universität Wien mit ihrem Industriepartner Ivoclar wissenschaftliche Durchbrüche und kommerzielle Erfolge erzielen. Dies führte zur Ausgründung von zwei Start-up-Unternehmen. Eines davon, Cubicure, konnte in frühen Finanzierungsrunden von einem starken Patentportfolio profitieren und strategische Partnerschaften aufbauen.

 

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Fallstudie zum TechnologietransferCubicure (EN)
Podcast3D printing high-performance polymers
Perceive3D (medical imaging – Portugal)

Revolution in der chirurgischen Navigation

  • Universitäten sollten ihre Spin-offs weiterhin unterstützen, auch nachdem die Lizenzvereinbarung unterzeichnet und die Ausgründung erfolgt ist. In den meisten Fällen sollten Lizenzvereinbarungen so anpassbar sein, dass zeitnah auf rasche Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert werden kann.
  • Der Schutz der zentralen Technologien durch geistige Eigentumsrechte ist ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Anfangsphase der Technologie- und Geschäftsentwicklung.
  • Die IP-Sensibilisierung der Forschenden ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse richtig bewertet und geschützt werden, bevor es zu einer neuheitsschädlichen Veröffentlichung kommt.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
Medizinische BildgebungPortugalSysteme für computergestützte Chirurgie (CAS)Universitäre Ausgründung

 

Close-up of a surgical tool or device being used in a medical procedure, representing Perceive3D’s innovative technology in enhancing precision during surgeries.

Ein Forschungsprojekt an der Universität von Coimbra in Portugal zur Verbesserung der chirurgischen Navigation hat – gepaart mit dem Unternehmergeist des Forschungsleiters – zur Gründung von Perceive3D geführt. Breiter Patentschutz und ein dynamisches Innovationsökosystem ermöglichten es, internationale Märkte zu erschließen und während der langen Entwicklungs- und Zulassungsphase kontinuierliche Investitionen sicherzustellen und dem Unternehmen so den Weg zum Markterfolg zu ebnen.

 

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Fallstudie zum TechnologietransferPerceive3D (EN)
PodcastBringing augmented reality into the operation room: a technology transfer case study
fos4X (measurement technology – Germany)

Sensoren für Rotorblätter

  • Für das Gründerteam ist es von entscheidender Bedeutung, Zugang zu unternehmerischen Kompetenzen zu haben. Die Technologietransferstelle kann dies nicht leisten, da sie nicht zum operativen Team des Start-up gehört.
  • Patente können ein erster Indikator für Professionalität und Wettbewerbsfähigkeit sein, wenn ein junges Start-up mit neuer Technologie für etablierte Unternehmen sichtbar wird.
  • Solider Patentschutz ist eine Voraussetzung für viele Anleger, die in Technologie-Start-ups investieren möchten. Allerdings können Cashflow generierende Aktivitäten in einem frühen Stadium dazu beitragen, dass bis zum Markteintritt finanzielle Mittel bereitgestellt werden, und sind ihrerseits positive Signale für Anleger.
  • Während Schutzrechte, die die Kerntechnologie schützen, strategischen Wert haben und priorisiert werden sollten, bietet die Übertragung von peripheren Schutzrechten eine Möglichkeit für eine schnelle Monetisierung.
Technisches GebietLandHauptproduktTechnologietransfer-Modell
MesstechnikDeutschlandFiberoptische Sensortechnik und Messlösungen für WindenergieanlagenUniversitäre Ausgründung

 

Close-up of a wind turbine blade with sensors attached to it, representing fos4X’s technology for monitoring and optimizing wind turbine performance through advanced fiber optic sensing.

Nachdem sich das junge Forscherteam Zugang zu Schutzrechten der Technischen Universität München (TUM) gesichert und einer der Mitbegründer geschäftliche Erfahrungen gesammelt hatte, verfügte das Team über alles Notwendige, um sich die Erstfinanzierung für die Gründung von fos4X zu sichern. In einem Markt mit überwiegend großen und internationalen Akteuren half ein stetig wachsendes und intelligent verwaltetes Patentportfolio dem jungen Unternehmen dabei, seine Nachfolgefinanzierung sicherzustellen und sich zu einem wichtigen Anbieter von Messlösungen für Windkraftanlagen zu entwickeln. Aufgrund seines Erfolgs und seines starken IP-Portfolios wurde fos4X im Jahr 2020 vom dänischen Unternehmen Polytech übernommen.

 

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Fallstudie zum Technologietransferfos4X (EN)
PodcastBoosting wind energy operation - a spin-out story

Video Ansehen: From Lab To Market: Successful Technology Transfer Journeys (auf Englisch)