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Hören Sie sich eine Reihe von ausführlichen, informativen und unterhaltsamen Gesprächen mit den klügsten Köpfen des Europäischen Erfinderpreises an.

 

Wiedersehen mit Erfinderinnen und Erfindern

Inventors revisited

Mit dem Europäischen Erfinderpreis werden innovative Köpfe geehrt, deren technisches und wissenschaftliches Know-how einen Beitrag zu Fortschritt und Wirtschaftswachstum leistet und unser Alltagsleben verbessert. Der Preis wurde erstmals 2006 verliehen und ist inzwischen zu Europas wichtigstem Preis für Innovation geworden. Vor Kurzem hat das EPA ehemalige Finalist(inn)en und Gewinner(inn)en erneut kontaktiert, nach ihren Ansichten zu den Trends bei Innovationen und geistigem Eigentum befragt und dabei seltene Einblicke in die neuesten Forschungsprojekte und Erfindungen gewonnen.

Die wissenschaftliche Grundlage von Impfstoffen: Rino Rappuoli

Was benötigt man zur schnellen Herstellung eines Impfstoffs, der sicher ist und wenige Nebenwirkungen hat? Rino Rappuoli gibt uns einen Einblick in die Impfstoffherstellung und erklärt, wie seine Technik der umgekehrten Impfstoffentwicklung dabei helfen könnte, antibiotikaresistente Bakterien und das neuartige Coronavirus zu bekämpfen. In zwei weiteren Interviews erläutert Professor Rappuoli das Rennen um Coronavirus-Impfstoffe (Video ansehen) und die Antwort der Wissenschaftsgemeinschaft auf die Pandemie (Podcast anhören).

Rino Rappuoli

Die Zukunft der Forschung im Bereich Biowissenschaften: Hans Clevers

Die von Hans Clevers erfundenen Organoide werden für die sichere und humane Forschung in Bereichen genutzt, die von der Krebsbehandlung bis zur Gegengiftherstellung sowie von der personalisierten Medizin bis zum neuartigen Coronavirus reichen. Professor Clevers hat seine Technologie noch weiter entwickelt und wird Organoide möglicherweise bald für Transplantationen beim Menschen nutzen (Podcast anhören). Er arbeitete mit Wissenschaftskreisen in ganz Europa zusammen, um ein mit der Pandemie einhergehendes Rätsel zu lösen (Video ansehen).

Hans Clevers

Mit Erfindungen Leben retten: Ian Frazer

Ian Frazer ist Miterfinder des revolutionären HPV-Impfstoffs zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs. 2015 erhielt er den Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie "Nicht-EPO-Staaten" und übt seitdem eine entscheidende Rolle bei der Steuerung der Forschung aus. In Interviews hat er zum einen geholfen, Missverständnisse in Zusammenhang mit dem Coronavirus auszuräumen (Video ansehen), und zum anderen seinen Plan zur Ausrottung von Gebärmutterhalskrebs dargelegt (Podcast anhören).

Ian Frazer

Intelligente Fabriken: Steve Lindsey

Als Steve Lindsey einen neuen Kompressortyp erfand, der den Energieverbrauch um ca. 30 % senkt, beschloss er, einem Netz von Partnern Lizenzen für die Nutzung seiner Technologie zu erteilen. Nach dem Europäischen Erfinderpreis 2017 änderte er seine IP-Strategie und stellt nun seinen Kompressor selbst her. Er hat außerdem einen ehrgeizigen neuen Plan, nämlich die Industrie mit der ersten intelligenten Fabrik des Vereinigten Königreichs zu revolutionieren (Podcast anhören).

Steve Lindsey

Im Kopf eines Erfinders: Elmar Mock

Von Technologien zur Wasserersparnis bis hin zur berühmten Swatch: Elmar Mock kann auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückblicken, während der er für 178 Patentfamilien als Erfinder oder Miterfinder genannt wurde. Aber was treibt einen professionellen Erfinder an? Elmar Mock, der inzwischen teilweise im Ruhestand ist, erlaubt uns einen Einblick in seinen neugierigen Geist und das unkonventionelle Denken, mit dem er über viele Jahrzehnte hinweg nonkonformistische Lösungen entwickelt hat. Und in einer lebhaften Episode von „Talk Innovation“ beschreibt er, welche Wege ein Erfinder zurücklegt (Podcast anhören).

Elmar Mock

Von HIV bis Coronavirus – ein Test zur Veränderung der Welt: Helen Lee

Helen Lee hatte sich die scheinbar unmögliche Aufgabe gesetzt, eine Vorrichtung zur medizinischen Diagnose zu entwickeln, die leicht zu handhaben ist, unter Extrembedingungen funktioniert und in kurzer Zeit genaue Erlebnisse liefert. Ihr Test SAMBA II wurde in mehreren Entwicklungsländern eingesetzt und wird bei Programmen zum Nachweis der Mutter-Kind-Übertragung von HIV genutzt. Daneben liefert er Ergebnisse für SARS-CoV-2 in nur 90 Minuten, was für Mediziner ein wichtiges Werkzeug bei der Bekämpfung der Ausbreitung von COVID-19 ist (Video ansehen). Außerdem spricht Dr. Lee in einer Episode von „Talk Innovation“ über ihre Karriere, Vorbilder und Mentoring für Studierende (Podcast anhören).

Helen Lee

Die Zukunft der RNA-basierten Forschung: Thomas Tuschl

Thomas Tuschl ist ein weltweit führender Biochemiker. Er erfand eine Technik zur Stilllegung von Genen, die als RNA-Interferenz (RNAi) bekannt und in der Medizin im Einsatz ist. Nach der erfolgreichen Kommerzialisierung dieser Erfindung beschloss Professor Tuschl, sich der Grundlagenforschung zu widmen und sich auf ein neues Gebiet zu konzentrieren: die angeborene Immunantwort. Er geht mit einem neuen Ansatz an die Suche nach Coronavirus-Lösungen heran (Video ansehen) und lässt uns an seinem Wissen über die mRNA-Technik teilhaben (Podcast anhören).

Thomas Tuschl

Kleine Änderung, große Wirkung: Luke Alphey

Insektizide mögen zwar helfen, die Verbreitung von durch Mücken übertragenen Krankheiten zu verhindern, doch laut Luke Alphey besteht eine noch bessere Lösung in der genetischen Mückenkontrolle. Gelingt es zu verhindern, dass sich die Insekten vermehren oder mit der Krankheit überhaupt erst anstecken, so kann man die Übertragung von Gelbfieber oder des Zika-Virus auf den Menschen verlangsamen. Professor Alphey spricht in einer Episode von „Talk Innovation“ über Moskitobiologie und wie sie seine Erfindung vorantrieb (Podcast anhören).

Luke Alphey

Nach den Sternen greifen: Laurent Lestarquit, José Ángel Ávila Rodríguez und Team

Laurent Lestarquit, José Ángel Ávila Rodríguez, Günter Hein, Jean‑Luc Issler und Lionel Ries gestalten Wellenformen. Dieses paneuropäische Team entwickelte die Radiosignale, die Galileo zum genauesten Satellitennavigationssystem weltweit gemacht haben. Derzeit kommen die 22 im Umlauf befindlichen aktiven Satelliten 1,5 Milliarden Nutzern in aller Welt zugute, und das Netzwerk hilft sogar im Rahmen der aktuellen Pandemie. Im Interview sprach José Ángel Ávila Rodríguez über Pandemie-Tracking (Video ansehen) und zusammen mit Günter Hein erklärte er, wie wichtig das Netzwerk in Europa ist (Podcasts anhören: Rodríguez; Hein).

Laurent Lestarquit, José Ángel Ávila Rodríguez, Günter Hein, Jean‑Luc Issler and Lionel Ries

Das Buch des Lebens: Jan van den Boogaart und Oliver Hayden

Unser Blut erzählt eine Geschichte, und könnte man sie lesen, wüsste man genau, was im Körper vor sich geht. Jan van den Boogaart und Oliver Hayden haben ihre berufliche Tätigkeit der Technologie für Blutanalysen gewidmet. Von Malaria über Krebs bis zum neuartigen Coronavirus: die Erfinder entwickeln modernste Tools, die genaue Diagnosen und damit eine optimale Behandlung ermöglichen. Die Erfinder teilen ihr Fachwissen über COVID-19-Analysen mit uns (Video ansehen) und berichten über Weltklasseforschung in München (Podcast mit Oliver Hayden anhören).

Jan van den Boogaart and Oliver Hayden

Visionär: John Elvesjö und Mårten Skogö

Ausgehend von einer zufälligen Beobachtung haben John Elvesjö und Mårten Skogö eine Eye-Tracking-Technologie erfunden, die inzwischen in einer Reihe von Anwendungen verwendet wird, von Computerspielen bis zur Mobilitätsunterstützung für Menschen mit Behinderung. Diese Erfindung hat dazu beigetragen, dass aus einem kleinen Start-up ein börsennotiertes Unternehmen wurde, und mittlerweile unterstützen die beiden Unternehmer eine neue Generation von Firmen bei deren Entwicklung. Nachdem sie aus anfänglichen Misserfolgen gelernt haben, geben die Erfinder nun ausgezeichnete Ratschläge an junge Unternehmen weiter (Podcast anhören).

John Elvesjö and Mårten Skogö

Krebs mit Gentests bekämpfen: Laura van 't Veer

Bei einer Brustkrebsdiagnose stellen sich Patientinnen oft zwei essenzielle Fragen: Brauche ich eine Chemotherapie? Und wird der Krebs zurückkommen? Mit ihrem Gentest auf Brustkrebs bietet die Molekularbiologin Laura van 't Veer Antworten auf diese Fragen. Dank einer präzisen Diagnose können Mediziner eine bessere Behandlung anbieten und es wird verhindert, dass sich Patientinnen unnötig den schädlichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie aussetzen müssen. Die Erfinderin, die unterschiedlichste Tätigkeiten ausübt, lässt uns wissen, wie sie über die Vereinbarkeit von Forschung, Unternehmensführung und Mentoring für den wissenschaftlichen Nachwuchs denkt (Podcast anhören).

van `t Veer

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