Bridget Riley

Bridget Riley - Pastorale, 1973Pastorale, 1973
Acryl, Leinwand
183 x 178 cm
(c) Bridget Riley

Bridget Riley (*1931 London, GB), gefeierte Ikone der so genannten Op-Art, kombiniert in „Pastorale“ nur fünf verschiedene Farben in genau festgelegter Kombination, um die Sehgewohnheiten des Betrachters zu manipulieren. Sie setzt die Farben so nebeneinander, dass sie sich gegenseitig entweder einengen oder Platz lassen. Dadurch entsteht beim Betrachter der Eindruck, die vertikalen Streifen müssten unterschiedlich breit sein. Die Op Art folgt dem Postulat: Erzeugen von Illusion. Die Künstlerin erschafft in ihren Arbeiten die Illusion von Raum und Bewegung aus einem zweidimensionalen Gemälde heraus und folgt dabei dem gleichen Grundsatz wie Victor Vasarely (*1906 Pécs, HU, † 1997 Paris, FR), ebenfalls ein Vertreter der Op Art. Rileys Bilder basieren auf der Suche nach der Beziehung zwischen Farbe und Form zueinander, um einen bestimmten Wahrnehmungseffekt zu erzielen und auf optischen Reizen, die sich erst im Auge des Betrachters zu einem Bildraum ergänzen. Der Rezipient wird somit zum Bestandteil des Bildes, erst in seiner Wahrnehmung wird das Kunstwerk vervollständigt. Durch die Betitelung wird ein weiterer Rezeptionsaspekt eingeführt. Rileys Bilder heißen „Pastorale“, „Kiss“, „Hesitate“, aber auch manchmal rein deskriptiv wie „Coloured Greys“ oder „Movement in Squares“. Deskriptive Titel reduzieren die Rezeption auf die Wahrnehmung der sorgfältig komponierten optischen Reize, inhaltliche Titel lassen darüber hinaus Raum für bildhafte Assoziationen.

Bridget Riley - Pastorale, 1973 Pastorale, 1973
Acryl, Leinwand
183 x 178 cm
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