Nationales Recht zum EPÜ, II. Einreichung europäischer Patentanmeldungen, Ungarn
II. Einreichung europäischer Patentanmeldungen
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Die in der Broschüre enthaltenen Informationen spiegeln die Situation auf nationaler Ebene im Januar 2024 wider. Im Gegensatz dazu zeigen die finanzbezogenen Angaben den Stand im Januar 2026. Bitte überprüfen Sie die Informationen bei den zuständigen nationalen Ämtern, unter anderem anhand der Angaben auf den jeweiligen Websites. |
| EPÜ-Vertragsstaat | Ungarn |
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1Anmelder kann (vorbehaltlich Abschnitt 2) zwischen EPA und nationalen Behörden wählen |
Ja Europäische Teilanmeldungen sind stets unmittelbar beim Europäischen Patentamt einzureichen (Art. 76(1) EPÜ). Art. 84/C(1) PatG |
2Anmeldungen, für die Einreichung bei nationalen Behörden vorgeschrieben ist |
Eine europäische Patentanmeldung muss beim HIPO eingereicht werden, wenn der Anmelder ungarischer Staatsangehöriger ist oder seinen ständigen Wohnsitz oder Sitz in Ungarn hat, es sei denn, dass in der betreffenden europäischen Patentanmeldung die Priorität einer Anmeldung beansprucht wird, die mindestens zwei Monate zuvor beim HIPO eingereicht worden ist und vom Präsidenten des HIPO nicht als Staatsgeheimnis eingestuft worden ist. Art. 84/C(2) PatG |
3Sprachen, in denen europ. Patent |
Alle Sprachen nach Art. 14 (2) EPÜ, sofern mindestens Folgendes in ungarischer Sprache oder einer der Amtssprachen des EPA enthalten ist: a) ein Hinweis, dass ein europäisches Patent beantragt wird, b) Angaben, die es erlauben, die Identität des Anmelders festzustellen, oder die eine Kontaktaufnahme mit ihm ermöglichen. Art. 84/C(3) PatG |
4Amtssprachen |
Ungarisch |
5Besonderheiten |
Die Einreichung von Anmeldungen per Telefax ist nicht zulässig. Die elektronische Einreichung wurde am 1. Juli 2007 eingeführt. Die Einreichung in elektronischer Form kann online über die Homepage des HIPO erfolgen. Dieser Dienst steht nur in ungarischer Sprache zur Verfügung (siehe ugyintezes.sztnh.gov.hu/eBej2/step1). |