Kapitel III – Zulässigkeit von Änderungen – Beispiele
7. Änderung der Bezeichnung
Die Bezeichnung dient lediglich dazu, die Öffentlichkeit über die technischen Informationen zu unterrichten, die in der Anmeldung offenbart sind. Für die Formulierung oder Änderung der Bezeichnung muss der RecherchenPprüfer gemäß Regel 37.2 nicht die Zustimmung des Anmelders einholen.
Gemäß Regel 5.1 gilt die Bezeichnung als Teil der Beschreibung. Regel 37.2 sieht vor, dass bei fehlender Bezeichnung oder wenn die Bezeichnung gegen Regel 4.3 verstößt (d. h. wenn sie zu lang oder nicht genau genug ist), der Recherchenprüfer eine Bezeichnung erstellen oder die bestehende Bezeichnung ändern kann. Auf der Grundlage dieser beiden Regeln zusammen genommen kann das EPA als ISA vom Anmelder vorgeschlagene Änderungen der Bezeichnung akzeptieren, sofern diese nicht über die Offenbarung der internationalen Anmeldung in der eingereichten Fassung hinausgehen.
Die Beschreibung sollte mit derselben Bezeichnung beginnen, die auch im Antrag angegeben ist (Formblatt PCT/RO/101). Erscheint die Bezeichnung nur im Antragsformblatt, gilt sie dennoch als Teil der Anmeldung in der eingereichten Fassung. Ist die Bezeichnung im Antragsformblatt nicht identisch mit der Bezeichnung am Anfang der Beschreibung, befindet der Recherchenprüfer die Bezeichnung als nicht genau im Sinne der Regel 4.3 und verfährt wie in Regel 37.2 vorgesehen, um eine Bezeichnung festzulegen. Siehe auch F‑II, 3.