Nachdem die US-Amerikanerin Erin Smith einen YouTube-Clip des an Parkinson erkrankten Schauspielers Michael J. Fox gesehen hatte, entwickelte sie eine KI-gestützte App, die eine Früherkennung der Parkinson-Krankheit mithilfe von Videos möglich macht. Dadurch lässt sich der Verlauf der Krankheit verlangsamen.
Aus einem ersten Prototypen, der mit einem Secondhand-Laufband und aus Müllcontainern entnommenen Abfällen funktionierte, entwickelten Victor Dewulf und Peter Hedley ein KI-gestütztes Abfallerkennungs- und -sortiersystem, mit dem Abfallentsorgungseinrichtungen Abfälle schnell und genau sortieren und damit einen Beitrag zu mehr Recycling leisten können.
Um etwas gegen das weitverbreitete Phänomen der sogenannten "Period Poverty" ("Periodenarmut") zu tun, entwickelte Rafaella de Bona Gonçalves biologisch abbaubare Hygieneartikel für benachteiligte Gruppen in ihrem Land, die aus Ernteabfällen und damit aus Materialien hergestellt werden, die ohne Probleme verfügbar sind.
Nicht allen Patienten ist so richtig wohl bei dem Gedanken, dass ein Roboter einen chirurgischen Eingriff an ihnen vornimmt. Tausenden von Patienten wurde jedoch durch Robotersysteme geholfen, die wichtige digitale Daten bereitstellen, während der Chirurg die volle Kontrolle über die eigentliche Operation behält. Professor Tim Lüth aus Deutschland ist einer der innovativsten Denker auf diesem Gebiet. Eine seiner wegweisenden Erfindungen ist ein chirurgischer Roboter mit dem Spitznamen „Otto an der Decke".
Der Mensch hat sich seit jeher für einzigartig gehalten. Der wissenschaftliche Beweis dieser These kam mit der Entdeckung des DNA-Fingerabdrucks durch Sir Alec Jeffreys. Auf praktischer Ebene revolutionierte die Erfindung den Bereich der Gerichtsmedizin, die Archäologie und Biologie - um nur ein paar zu nennen.
Bei Autoimmunerkrankungen kämpft das Immunsystem des Körpers einen aussichtslosen Kampf gegen sich selbst. Ein revolutionierender Durchbruch zur Beendigung dieses Kampfes gelang in den 1990-er Jahren, als Professor Marc Feldmann aus Großbritannien den Prozess identifizierte, der hier auf molekularer Ebene stattfand. Dabei entwickelte er eine Behandlung, die Millionen von Patienten rund um den Globus hilft.
Die japanischen Erfinder Shigeo Nakanishi und Iwao Yamanaka patentierten 1997 die intravenöse Injektion von Tracrolimus - eine bahnbrechende Neuerung bei der Verabreichung von Immunsuppressiva für Empfänger von transplantierten Organen. Das Medikament, welches in über 70 Ländern als Prograf vermarktet wird, wird bei Nieren- und Lebertransplantationen eingesetzt und hilft Hunderttausenden von Patienten in aller Welt. Die spezielle Problemlösung der Erfinder in punkto Verabreichung des Medikaments hilft bei der Überbrückung der kritischen Stunden nach Durchführung einer Transplantation.
Joseph Vacca und sein Team haben bei Merck in diesem Patent von 1993 das Präparat entwickelt, das später mit dem Namen Crixivan benannt wurde: eine revolutionäre Behandlung für Patienten mit HIV-Erkrankung. Die Marktfreigabe des Medikaments im Jahre 1996 brachte fast sofortige Ergebnisse und verwandelte die Erkrankung von einem Todesurteil in einen behandelbaren Gesundheitszustand.
Der deutsche Erfinder Karlheinz Schmidt hat eine Substanz entwickelt, die bei Injizierung in den Körper das Organwachstum (bzw. Knochenwachstum) auslöst. Die Erzeugung biologischer Teile und Organe durch Verwendung lebender Stammzellen als Ausgangsmaterial, auch als Gewebezüchtung bzw. Gewebe-Engineering bezeichnet, kann in der Zukunft Transplantationen überflüssig machen.
Die Produktion traditioneller Kunststoffe ist schmutzig, es wird Erdöl verbraucht und sie zersetzen sich nicht auf natürlichem Wege. Müssen wir uns also damit abfinden? Nein, denn in den 1990-er Jahren fand eine Gruppe italienischer Wissenschaftler unter Leitung von Catia Bastioli einen Weg und durchbrach den Teufelskreis mit der Entwicklung biologisch abbaubarer Kunststoffe. Biokunststoffe lassen sich wie gewöhnliche Kunststoffe verarbeiten, aber wenn sie auf einem gewöhnlichen Komposthaufen landen, zerfallen sie innerhalb von Wochen - nicht erst nach Hunderten von Jahren, wie dies bei herkömmlichen Kunststoffen der Fall ist. Biokunststoffe werden aus Kulturpflanzen hergestellt und reduzieren sowohl die Emission von Treibhausgasen als auch den Bedarf an nicht erneuerbaren Rohstoffen.