Mithilfe einer von den französischen Physikern Mathias Fink und Mickael Tanter entwickelten digitalen Ultraschall-Bildgebungsplattform können Ärzte Krebs- und Lebererkrankungen schnell feststellen - ohne für die Patienten schmerzhafte und invasive Biopsien. Die Erfindung ermöglicht schnellere und genauere Diagnosen, sodass potenziell lebensrettende klinische Behandlungen gezielter und wirksamer erfolgen können.
Die Chemieingenieure Robert N. Grass und Wendelin Stark haben ein zuverlässiges Datenspeicherungsverfahren entwickelt, bei dem digitale Daten auf DNA-Strängen verschlüsselt und in schützenden Glaskügelchen eingeschlossen werden. Mit diesem Verfahren könnten DNA-Marker auf Produkten angebracht werden, sodass es möglich ist, die Herkunft während der gesamten Lieferkette nachzuverfolgen und Daten über Jahrtausende vor Verfall zu schützen.
Der italienische Physiker Marco Donolato und sein Team haben einen Test entwickelt, mit dem Infektionskrankheiten wie das Denguefieber nachgewiesen werden können, an dem jedes Jahr rund 390 Millionen Menschen erkranken. Das System ist intuitiv und benötigt nur einen Tropfen Blut, um schnelle und genaue Ergebnisse zu erzielen, sodass Patienten umgehend behandelt werden können.
Die deutschen Chemiker Christoph Gürtler und Walter Leitner haben mit ihrem Team ein Verfahren zur Nutzung von CO₂ als Baustein bei der Kunststoffherstellung entwickelt, das den Energieverbrauch reduziert und den Abfallstoff CO₂ recycelt. Ihre Arbeit löst ein jahrzehntealtes Problem und ebnet den Weg für eine nachhaltigere Fertigung.
Das Gerät des norwegischen Wissenschaftlers Per Gisle Djupesland zur Verabreichung von Medikamenten über die Nase verschafft Millionen von Migränepatienten Linderung. Auch für die Behandlung anderer neurologischer Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer hat die Erfindung großes Potenzial. Seine Erfahrungen als HNO-Facharzt haben Djupesland zur Entwicklung eines richtungsweisenden Systems inspiriert, das unseren natürlichen Atemmechanismus dazu nutzt, Medikamente schnell und effizient genau dorthin zu transportieren, wo sie benötigt werden.
Die ungarische Biochemikerin Katalin Karikó entwickelte eine Methode, mit der sich Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) so verändern lässt, dass sie in den menschlichen Körper eingebracht werden kann, ohne diesem zu schaden. Damit war der Weg geebnet - nicht nur für die Verwendung in Impfstoffen gegen COVID-19 und andere Krankheiten, sondern auch für ganz neue Behandlungsansätze im Kampf gegen Krebs und Herzerkrankungen.
Das Team um die Wissenschaftler Marco Stampanoni und Zhentian Wang hat ein neues System für die 3D-Röntgenbildgebung entwickelt, das kontrastreichere Mammogramme liefert und es so ermöglicht, kleine Tumore im Frühstadium besser zu erkennen.
Ido Sella und die verstorbene Shimrit Perkol-Finkel haben eine neue Art von Beton entwickelt, der die Meeresinfrastruktur für die dort heimischen Lebewesen einladender macht. Er fördert gesunde Ökosysteme und verringert die umweltschädlichen Auswirkungen von Bauten im Meer.
Der Chemiker Donald Sadoway hat eine Flüssigmetallbatterie zur Speicherung von Sonnen- und Windenergie entwickelt. Seine Batterie setzt auf lokale Rohstoffe und ist daher eine kostengünstige Lösung für die langfristige Speicherung.
Der Luftfahrtingenieur Frédérick Pasternak hat ein weltraumgestütztes Instrument zur Wettervorhersage entwickelt, das die in der Atmosphäre vorhandenen Gase genauer erfasst als dies jemals zuvor möglich war. Auch die Prognosen zum Klimawandel werden dadurch zuverlässiger.